10 Fehler, die Hundebesitzer im Auto vermeiden sollten

Ca. 80% der im Auto mitgefĂŒhrten Hunde sind nicht ausreichend gesichert. Oft werden Sicherheitsmaßnahmen nicht richtig oder nur halbherzig umgesetzt, zum Teil auch aus Unwissenheit. Das dadurch eine Autofahrt im schlimmsten Fall nicht nur fĂŒr das ungesicherte Tier sonder auch fĂŒr alle anderen Insassen tödlich enden kann, wird oft verdrĂ€ngt. Die folgenden 10 Punkte sollen Ihnen dabei helfen in Zukunft diese Fehler zu vermeiden.

 

Dein Hund fÀhrt mit?

CC-BY-SA 4.0. Die Grafik darf geteilt und verwendet werden. Bedingung ist die Verlinkung bzw. der Hinweis auf www.hund-on-tour.de als Quelle.

1. Denken, dass eine Plastiktransportbox sicher ist

Bestimmt kennen Sie auch die Hundetransportboxen aus dĂŒnnem Kunststoff. Leider lassen sich viele Hundebesitzer von dem Begriff „Transportbox“ in die Irre fĂŒhren und glauben ihr Hund wĂ€re wĂ€hrend der Autofahrt darin sicher. Dem ist aber nicht so. In der Regel bezieht sich die Bezeichnung darauf, dass man den Hund in der Box nicht mit dem Auto von Punkt A nach B fĂ€hrt, sondern trĂ€gt, schiebt, rollt oder anderweitig bewegt. Eine gute Hundebox muss so stabil sein, dass sie Locker einen Schlag mit dem Hammer aushĂ€lt. Aus diesem Grund ist eine Aluminiumtransportbox zu bevorzugen, wenn der Hund im Auto mitfahren soll.

2. Den Hund auf dem Schoß mitnehmen

Ein oft gesehener und schlimmer Fehler ist das mitnehmen des Hundes auf dem Schoß. Dies geschieht meist aus NachlĂ€ssigkeit, da man der Meinung ist, wĂ€hrend der kurzen Fahrt wird schon nichts passieren. Was aber gerne vergessen wird ist zum einen, dass der Hund in dieser Situation völlig ungesichert ist und zum anderen auch ein hohes Bußgeld die Folge sein kann, wenn man von der Polizei dabei erwischt wird.

3. Den Hundegurt am Halsband befestigen

Ebenso fatal ist das anbringen eines Hundegurts am Halsband. Schon ein mittelstarker Bremsmanöver verursacht ausreichend Kraft, um den Gurt ruckartig auf Spannung zu bringen. Da dieser am Halsband befestigt ist, wird der Hund gewĂŒrgt und kann schwere Verletzungen an WirbelsĂ€ule und Hals davontragen. Deshalb sollte ein Hundegurt immer an einem Sicherheitsgeschirr befestigt werden.

4. Ein ungeeignetes Hundegeschirr benutzen

Wer den vorherigen Punkt souverĂ€n gemeistert hat und den Hundegurt an einem Geschirr befestigt, sollte auch hier aufpassen. Ein qualitativ hochwertiger Gurt kann seine Funktion nur in Kombination mit einem qualitativ hochwertigem Sicherheitsgeschirr erfĂŒllen. Achten Sie deshalb darauf, dass kein normales Geschirr zum AusfĂŒhren verwendet wird. Diese haben meist sehr dĂŒnne Riemen, die bei starken ZugkrĂ€ften den Hund verletzen oder sind so schlecht verarbeitet, dass gegebenenfalls die NĂ€hte reißen. Nutzen Sie fĂŒr die Autofahrt ein Sicherheitsgeschirr mit breiten und gepolsterten Riemen.

5. Den Hund samt GepÀck im Kofferraum transportieren

Besonders zur Urlaubszeit wird der Hund gerne mal mit dem GepĂ€ck in den Kofferraum gesteckt. Leider ist in solchen Situationen meist weder der Hund noch das GepĂ€ck an sich gesichert. Dies fĂŒhrt zu den bereits genannten Problem, allerdings kommt noch hinzu, dass auch herumfliegende GepĂ€ckstĂŒcke nicht nur den Hund verletzen können. Sowohl das GepĂ€ck als auch der Hund sollten deshalb gut gesichert werden. Der Hund sollte aber keinesfalls zu sehr vom GepĂ€ck beengt werden.

6. Den Hund nur mittels Trenngitter sichern

Falls Sie Ihren Hund im Kofferraum oder auf der RĂŒcksitzbank transportieren wollen und lediglich den Fahrzeuginnenraum mit Trenngittern abgrenzen, sollten Sie bedenken, dass je nach Fahrzeug weiterhin ein viel zu großer Freiraum vorhanden ist, in dem der Hund herumgeschleudert werden kann. Verringern Sie daher den Raum auf das nötige Minimum oder kombinieren sie das Trenngitter mit eine zusĂ€tzlichen Hundebox oder einem Hundegurt. Der Hundegurt wird jedoch nicht am Trenngitter durch Festbinden oder Ă€hnlichem fixiert, sondern immer nur am Fahrzeug befestigt.

7. Nervösen Hund auf dem Beifahrersitz setzen

Sollte ihr Hund noch nicht an eine Autofahrt gewöhnt oder generell sehr Ă€ngstlich bzw. nervös sein, vermeiden Sie es diesen dann am Beifahrersitz zu setzen. Hier besteht die Gefahr, dass Sie wĂ€hrend der Fahrt zu stark vom Hund abgelenkt werden könnten und somit nicht aufmerksam genug fĂŒr den Straßenverkehr sind. Wenn sich eine lange Autofahrt in solch einer Situation nicht vermeiden lĂ€sst, lassen Sie den Hund am besten auf dem RĂŒcksitz Platz nehmen – auch wenn das Gejaule mitleiderregend ist.

8. Mehrere Hunde in eine Box stecken

Vermeiden Sie es, mehr als nur einen Hund je Hundebox zu stecken. Bei Mehreren Hunden steigt die Gefahr, dass sie sich gegenseitig verletzen könnten. Besser ist es, wenn fĂŒr jeden Hund eine eigene Transportbox zu VerfĂŒgung steht. Besonders dann, wenn es sich um unterschiedlich großen Hunden handelt.

9. Den Hund im Fußraum transportieren

Auch wenn man glauben könnte, dass der Fußraum durch seine Enge ein geeigneter Ort fĂŒr einen Hund ist, sollte man diesen nicht dort platzieren. Hier ist die Gefahr groß, dass der Hund unter den Beifahrersitz rutschen und sich an den metallischen FĂŒhrungsschienen Schnittverletzungen zufĂŒhren könnte. Ebenfalls ist ein Steckenbleiben des Hundes unter dem Sitz möglich.

10. Zu glauben, dass bei Einhaltung gesetzlicher Mindestanforderung der Hund sicher sei

Der Gesetzgeber schreibt dem FahrzeugfĂŒhrer lediglich vor, wie die Ladung zu sichern ist. Hunde gelten in dem Moment ebenfalls als Ladung und werden entsprechend als ein Gegenstand betrachtet. Das die Gesundheit des Tieres eine untergeordnete Rolle spielt, ist vielen Hundebesitzern gar nicht bewusst. Oft wird davon ausgegangen, dass bei Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben bezĂŒglich Ladungssicherung auch der Hund an sich sichert sei, was leider nicht so ist. Falls Sie nicht nur das Vermeiden von Bußgeldern beabsichtigen sondern Ihren Hund auch noch vor Verletzungen und Schlimmerem bewahren möchten, sollten Sie sich vor dem Kauf von Hundebox, Hundegurt , Trenngitter und Ähnlichem Informationen bei anderen Hundebesitzern, VerkĂ€ufern oder Internetseiten einholen. Mit Hund-On-Tour.de haben Sie auf jeden Fall schon mal einen Schritt in die richtige Richtung gemacht.


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